Dommuseum - Dokumentation

 

Hier sehen Sie eine ausführliche Dokumentation über das Dommuseum, das sich im Westwerk des St. Patrokli-Domes (Turmhalle) befindet. Sie können einen "virtuellen Rundgang" durch die drei Räume des Museums machen.

Besichtigungszeiten:

Sonntag 15.00 - 17.00 Uhr

Bei evtl. Veranstaltungen in der Gemeinde können die Besichtigungszeiten abweichen! Die aktuellen Zeiten stehen immer in den Pfarrnachrichten.

Ohne Zweifel die Hauptattraktion im Dommuseum ist das 1160 geschaffene Wurzel-Jesse-Fenster.


(Klick auf das Fenster für Großansicht)

Chronik der Restauration

1863/64    restauriert und  ergänzt der Kölner Glasmaler Friedrich Baudri  die erhaltenen 12 (von 15) Scheiben; drei fehlende Felder füllt er mit nazarenisch geprägten szenischen Medaillons: eine Uminterpretation zum Marienfenster

1897 ältestes Foto der Außenseite mit starkem Wettersteinbesatz

1942 kriegsbedingte Bergung des Fensters; erste Fotodokumentation

1948 Reparatur und Wiedereinbau: zahlreiche derbe Ergänzungen, weitgehender Verlust des originalen Bleinetzes.Angleichung der Baudri-Scheiben mit dunklem Überzug

1974 Ausbau wegen grober Verwitterungsschäden: Innenseitige Verkrustung, Ablösung der Schwarzlotbemalung u.a.m.. Eine geplante Restaurierung kann nicht verantwortet werden; sie hätte mit den damals verfügbaren Techniken mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

1975 Zwei halbseitig gereinigte Scheiben auf der Ausstellung “Konservieren - Restaurieren” im Westfälischen Landesmuseum Münster; das Wurzel-Jesse-Fenster lagert 25 Jahre lang in der Glasmalerei-Werkstatt Dr. H. Oidtmann / Linnich. Mehrere Experten-Colloquien finden keine Lösung für die Restaurierungsprobleme.

1997/98 Nach Fortschritten in der Restaurierungstechnik und Ausbildung von Glasmalerei-Restauratoren kann das Problem erneut angegangen werden.

1999 Erarbeitung eines Restaurierungskonzepts durch Gerlinde Möhrle (Diplomarbeit FH Köln)

1999/2000 Restaurierung des Fensters in der Werkstatt Dr. H. Oidtmann / Linnich:

- Abtötung und Abnahme der Pilzkolonien

- Beseitigung der Korrosionskrusten

- Sicherung der abgelösten Schwarzlotmalerei mit flüchtigen Bindemitteln, Reinigung und Festigung der Malerei

- Konsolidierung des Bleinetzes

Rückgewinn eines guten Teils der ursprünglichen Farbigkeit und Lesbarkeit des Fensters

- Ergänzung der fehlenden Felder im Bleiriss mit kupferkaschiertem Glas zur Rekonstruktion des ursprünglichen ikonographischen Zusammenhangs

Seit Herbst 2001 museale Aufbewahrung im Rüstkammer-Museum von St. Patrokli / Soest. Zum Schutz vor weiteren Schäden an dem Fenster, wird es im Museum des St. Patrokli-Domes in einer "Klimakammer" aufbewahrt, die automatisch die passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelt.

 

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©2003 Propsteigemeinde St. Patrokli, Soest; Design: Norbert Jaeckel, Jens Westhaus